unsere Story
In der Zeit die ich bewusst
mitbekommen habe gab es früher bei mir keine Hunde - nur Katzen.
Als ich meine liebe Gretel kennenlernte änderte sich das. Durch
sie bin ich auf den Hund gekommen. Sie hatte zuerst ein
Italienisches Windspiel, auch Wippet genannt. Mit dem Rüden hatten
wir viel Freude. Gretels Mutter behielt ihn zu ihrer Begleitung wo
er ein stattliches Alter von über 18 Jahren erreichte. Wir holten
unsere Kira, ein Verschnitt den wir Appenzeller Sennenmix nannten.
Sie war eine lebhafte und robuste Hündin. Ihr folgte Spike, ein
Rüde den wir als Schäferhundwelpen ohne Papiere von einem Züchter
kauften. Es fiel uns nur am Rande auf daß dort auch Malinois
lebten. Wie sich später herausstellte war es ein sogenannter
Schmalli, ein Schäferhund / Malinoi Mix. Er kombinierte die Stärke
eines Schäferhundes mit der Impulsivität eines Malinoi. Für uns,
mit solchen Rassen unerfahren, war er mit dem Alter von einem Jahr
nicht mehr zu händeln. Durch Freunde im SV konnte er an die
Polizei vermittelt werden. Unsere erste "richtige" Schäferhündin
kam mit Ulrike von der Burg Niehus. Sie hatte schon ein paar
Besitzer und musste erst lernen uns zu vertrauen. Wir lernten alle
daraus und hatten eine schöne Zeit mit ihr. Leider kam irgendwann
ein Antibiotikum zum Einsatz und ein Zeckenmittel war fällig.
Bravecto, damals noch neu am Markt, dafür zu benutzen war
die schlimmste Entscheidung die wir treffen konnten. Unsere Rike
wurde so schwer geschädigt daß wir sie gehen lassen mussten..
Unsere Freundin die uns Rike vermittelt hatte, stellte auch einen
Kontakt zum Zwinger vom altdeutschen Eck her. Von dort holten wir
Nahla, eine überaus hübsche tiefschwarze Hündin. Sie hatte immer
nur Durchfall, bis wir herausfanden daß sie eine durch einen
Infekt verursachte Fehlfunktion der Bauchspeicheldrüse hatte. Dies
ist gut behandelbar indem zu jeder Futtergabe ein
Enzympulver dazu gegeben wird. Leider entwickelte Nahla auch einen
extremen Unterbiss. Das Bedürfnis Hundefreunde zu treffen und den
Umgang mit den Hunden zu verbessern hatte dazu geführt daß wir uns
der SV Ortsgruppe in Waldkirch anschlossen. Nahla war eine sehr
schöne Hündin. Nur konnte man mit ihr nicht gezielt trainieren und
an Zucht war mit ihr nicht zu denken. Schweren Herzens
entschlossen wir uns Nahla weiter zu vermitteln. Sie fand im
Schwarzwald ein neues Zuhause. Über den Verein wurde uns der
Kontakt zum Zwinger vom Felsenschloss vermittelt. Dort verliebten
wir uns in einen Rüden, den wir Boss nannten. Er war für uns
ein Volltreffer. Mit ihm trainierten wir und gewannen ein noch
bessere Gefühl für den Umgang mit dieser Rasse. Allerdings
kristallisierte sich heraus daß die Art und Weise wie im SV mit
den Hunden umgegangen wurde nicht zu uns passte. Wir suchten nach
anderen Trainingsmöglichkeiten und ließen es am Ende ganz, dies in
einem Verein zu machen. Durch die Freundin die uns schon Rike und
Nahla vermittelt hatte war in uns der Wunsch gereift, die
Altdeutschen Schäferhunde zu züchten. So holten wir uns von ihr
die Kessy von der Amtsweide. Sie war ein wunderschöner Welpe und
entwickelte sich prächtig. Ich hatte inzwischen eine extreme
Überempfindlichkeit auf NOx (Mehrfach-Stickoxyd) in der Atemluft
entwickelt und braucht im wahrsten Sinne eine Luftveränderung.
Über meinen Arbeitgeber hatte ich die Möglichkeit nach
Niedersachsen zu ziehen. So lebten wir zunächst 7 Jahre in
Schneverdingen und seit 2024 wohnen wir in Stemmen bei Lauenbrück.
Bei unserem Einzug in Schneverdingen, Kessy war gerade 7 Monate
alt, gab es ein schweres Gewitter mit einem Einschlag in
unmittelbarer Nähe. Man konnte das Knistern vor und nach dem
Einschlag hören. Kessy hatte seitdem eine Empfindlichkeit auf jede
Art von elektrischen Entladungen und versteckte sich dann im Haus.
Sie blieb aber eine quirlige und liebevolle Hündin. Boss war vom
SV her schussfest und hatte damit kein Problem. Er schaute sich
damals in Waldkirch vom Hochhaus aus auch gern das
Silvesterfeuerwerk an. Hier im Norden angekommen stellten wir
unsere Hunde außerhalb des SV aus und gewannen schon viele
Preise. Bei einer Ausstellung in Bremen kam es dazu daß
Kessy gedeckt wurde. Die Zuchttauglichkeit stand noch aus.
Aber Kessy brachte einen gesunden Wurf auf die Welt bei dem wir
und auch Kessy Erfahrungen sammeln konnten. Boss kümmerte
sich um die Welpen wenn Kessy sich mal eine Auszeit gönnte. Wir
wollten das Erlebnis Welpen zu züchten nicht mehr missen. So
konnte Kessy alle Voraussetzungen erfüllen und erhielt die
Zuchttauglichkeit. Seit September 2018 führen wir den Namen
"vom Heidefeld" für unsere Zuchtstätte, den auch unsere
Altdeutschen Schäferhund Welpen führen. Kessy schenkte uns
den A und B - Wurf. Inzwischen hatten andere Züchter an unserem
Boss aufgrund seiner erblichen Anlagen Interesse angemeldet. Boss
vom Felsenschloss war ein Stockhaar-Rüde mit SV-Papieren. Das
passte nicht mehr zu unseren Interessen Obwohl er uns ans Herz
gewachsen war, wechselte Boss zu einem anderen Züchter, bei dem er
als Deckrüde in Aktion treten konnte. Er sorgte dort für schöne,
gesunde Würfe. Wir holten uns Fly vom Winsener Land, die sich zu
einer wunderschönen Hündin entwickelte. Fly bekam Zysten, was
zunächst unentdeckt blieb. Aufgrund ihrer sonstigen
Verfassung und Erfüllung der Rassestandards erhielt Fly die
Zuchttauglichkeit und auch sie brachte Trophäen von Ausstellungen
nach Hause. Als Deckversuche mit Fly zum zweiten Mal scheiterten
ließen wir sie näher untersuchen und es wurde festgestellt daß sie
die Eierstöcke voller Zysten hatte. Diese ließen wir entfernen und
Fly war damit aus der Zucht. In der Folge entwickelte Fly
aggressives Verhalten, unter dem auch Kessy zu leiden hatte. Es
ist wohl nicht weit hergeholt, daß das Aneurisma, an dem Kessy
starb von einer Atacke durch Fly stammt. Als Fly sich auch gegen
uns wandte, ließen wir sie noch einmal darauf untersuchen. Die
Zysten hatten inzwischen ihr Gehirn durchzogen und Fly hatte
daduch sicherlich Ausfälle und Schmerzen. Sie war zu einer Gefahr
für ihre Umwelt geworden. Tierärzte wiegelten ab und legten uns
nahe sie in "erfahrene Hände" abzugeben. Wir zogen es vor, Fly
erlösen zu lassen um weiteren Schaden zu vermeiden. Mit Daria vom
Malchiner Bären fingen wir komplett neu an und ließen uns von
unseren Interessen nicht mehr abbringen, wenn dies auch ein paar
falsche Freunde kostete. Gretel hatte sich inzwischen in die
Berner Sennenhunde verliebt. So kam dann die Angel vom
Dithmarscher Auenland zu uns. Für sie und die Berner-Zucht
sicherte sich Gretel den Zuchtstättennamen "von den Feenteichen".
Die beiden Hündinnen sind unzertrennlich geworden. Daria schenkte
uns im Frühjahr '25 den C-Wurf. Sie hatte 7 Welpen, von denen der
letzte in Steißlage stecken blieb. Mit Unterstützung unserer
Tierärztin konnte der Welpe dann leider nur noch tot geholt
werden. Zumindest blieb Daria eine OP erspart. Die anderen 6; 4
Rüden und 2 Hündinnen. entwickelten sich fantastisch. Anders kann
man es nicht beschreiben. Sie sind wunderschön, robust, auf
Menschen bezogen und klug. Diesen Wurf wollen wir 2026
wiederholen.
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